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Analog Fotografieren (wer will und kann)

Altstadt von Engen

Frank

Ferdi, Jens, Jörg, Gerald, Frank

Coronazeit, saure Gurken Zeit?

Nein, nicht (mehr) bei Blende20. Das sollte jetzt endlich ein Ende haben.

Stammtische im Lokal fallen bei uns derzeit leider weg.  Bei einem Grillfest bei Klaus im Garten hatten wir verschiedene Ideen als Ersatz für die Stammtische. Fotospaziergang, Analog Technik, Thementage…

Ich habe mir dann gedacht, Analog Technik und Fotospaziergang, das kombinieren wir doch. Wo könnten wir hingehen? Konstanz und Radolfzell haben wir in den letzten Jahren schon sehr oft gemacht. Singen ist nicht unbedingt fotogen, also habe ich gedacht, wie wäre es mit Engen im Hegau, nicht weit weg, wunderschöne Altstadt und etwas abseits der Touristenströme am Bodensee.

Sehr spontan habe ich dann am Donnerstag vor dem Termin festgelegt, dass wir das jetzt „durchziehen“. Angemeldet haben sich Jörg und Jens. Obwohl Ferdi schon vorab geschrieben hat, das das Wochenende für ihn schwierig sein könnte, habe ich insgeheim doch gehofft, dass er es auch irgendwie schafft, teilzunehmen.

Treffpunkt am Sonntag um 14 Uhr 30 vor dem Rathaus. Als ich vom Parkdeck kommend um die Ecke komme, sehe ich schon Gerald vor dem Rathaus. Auch er konnte es trotz Absage dann doch noch einrichten. Kaum hatten wir ein paar Worte der Begrüßung gewechselt, sehe ich auch schon Ferdi über den Marktplatz schlendern. Hat sich mein Gefühl bestätigt. Er konnte es dann auch irgendwie einrichten. Jens kam auch kurz darauf dazu. Nur auf Jörg, der im Vorfeld die größte Begeisterung gezeigt hatte, hat sich dann ca. 15min verspätet.

Als wir dann alle beisammen waren, haben wir auch direkt losgelegt. Zunächst auf der Rückseite des Rathauses entlang der alten Stadtmauer. Ein paar weiße Stühle unter Kastanienbäumen und ein Laubengang hat uns hier verweilen lassen.

Außer Ferdi hatten wir alle eine analoge Kamera dabei. Ferdi besitzt nichts analoges mehr. Jörg hat eine Hasselblad dabei, Gerald eine Canon A-1, Jens ist mit zwei Kameras da, ein russischer Nachbau der Hasselblad und …? Ich fotografiere mit einer Voigtländer.

Ich hab gar nicht bemerkt, ob die Leute evtl. etwas verdutzt geschaut haben wegen der ungewohnten Auslösegeräusche und dem weiter transportieren des Films. Ich war zu sehr mit der „alten“ Technik beschäftigt. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß, auch oder gerade deshalb weil man immer wieder versucht hat das eben gemachte Bild auf dem Display zu kontrollieren.

Jörg hat auch eine digitale Kamera dabei, mit der er vorab die ungefähre Belichtung ermittelt, die er an der Hasselblad einstellen muss. Jens hat einen Belichtungsmesser dabei und meine Kamera hat eine einfache Belichtungsmessung integriert. Trotzdem habe ich mir zu jedem Bild die „EXIF“ Daten in mein Smartphone eingegeben, um später aus den Bildern lernen zu können, ob und wenn ja wieviel und in welche Richtung ich die Belichtung anpassen muss.

Weiter ging es in südliche Richtung zum Krenkinger Schloss, indem der Engener Polizeiposten untergebracht ist. Überall in den Gassen der Altstadt tolle Motive der schön hergerichteten Häuser in bunten Farben.

Wir umrunden die östliche Stadtmauer und setzen uns am Marktplatz in ein Café um uns etwas zu stärken. Wir haben einen sehr sommerlichen Tag erwischt. Es ist sehr warm, da tut der Schatten vom Sonnenschirm ganz gut. Jörg stellt fest, dass Jens den Belichtungsmesser falsch verwendet hat. Er hat die ganze Zeit mit vorgeschobener Kalotte gemessen, was ca. 3 Blenden Unterschied zu der offenen Messung ausmacht. Hoffentlich ist der verwendete Film gutmütig genug, um da bei der Entwicklung unter Umständen noch was zu retten.

Anschließend gehen wir noch zum nördlichen Ende der Altstadt bis zum Stadtgarten. Ein Brunnen, bei dem man selbst pumpen muss wird zu unserem Fotomotiv.

Wir umrunden die Altstadt entlang der westlichen Stadtmauer und erreichen im Süden den Sechs-Sinne Brunnen am Eingang zur Altstadt.

Auge, Ohr, Nase und Zunge stellen die 4 Sinne Sehen, Hören, Riechen und Schmecken dar. Auf der Spitze des Brunnens ist in Form eines Daumens der Tastsinn dargestellt. Unter dem 6. Sinn darf sich jeder selbst etwas vorstellen.

Inzwischen ist es schon nach 18 Uhr und wir beenden den Fotoausflug in „alte“ Zeiten hiermit.

Ich hatte mich gefreut, dass wir es trotz des kurzfristigen Termins doch noch auf 5 Teilnehmer gebracht haben. Manchmal ist spontan auch gar nicht so schlecht.